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Energieeffizienz

Kennen Sie Ihren Energieeffizienzwert (PUE).

Wenn in Ihrem Unternehmen noch nicht über Energieeffizienz geredet wird, dann bestimmt bald. Denn nichts ist wichtiger, als deren Rolle – und die Rolle Ihrer Rack-PDUs beim Bereitstellen der dafür benötigten präzisen Daten – zu verstehen, damit Sie die Gesamteffizienz Ihres Rechenzentrums verbessern können.

Aussagekräftige Informationen sind eine Schlüsselvoraussetzung für das Gelingen einer Initiative. Deshalb lautet das vordringliche Ziel, das Ausmaß an nutzbringender Rechenleistung durch die IT-Systeme im Hinblick auf die Energiemengen zu maximieren, die insgesamt von den Geräten selbst und ihrer unterstützenden Infrastruktur verbraucht werden.

Der gängigste Messwert dafür ist heute die PUE-Energieeffizienz-Kennzahl (PUE = Power Usage Effectiveness) des Green Grid:

PUE = Gesamtstromverbrauch des Rechenzentrums geteilt durch den Stromverbrauch aller IT-Geräte

In dieser Gleichung steht der „Gesamtstromverbrauch des Rechenzentrums“ für die Energiemenge, die zum Betrieb des gesamten Rechenzentrums einschließlich aller IT-Geräte und -Anlagen verbraucht wird: Server, Speichersysteme, Netzwerk-Appliances und andere IT-Systeme; des weiteren die Komponenten der zugrundeliegenden unterstützenden Infrastruktur: CRAC-Einheiten, Lüfter, Kondensatoren, USV und Beleuchtung. „Stromverbrauch aller IT-Geräte“ ist die Energie, die allein zum Betrieb der Server und IT-Geräte verbraucht wird.

Theoretisch kann der PUE-Wert von 1,0 (d. h., die gesamte verfügbare Energie wird nur von den IT-Geräten verbraucht) bis unendlich reichen. Ein PUE-Wert von 2,0 bedeutet, dass die IT-Geräte 50 % der im Rechenzentrum verfügbaren Energie verbrauchen. Ein weiterer gängiger Messwert ist die DCiE-Kennzahl für die Effizienz der Rechenzentrumsinfrastruktur (DCiE = Data Center Infrastructure Efficiency). Sie bildet das exakte Gegenstück zum PUE-Wert. Da beide Kennzahlen aus denselben Daten gewonnen werden, unterscheiden sie sich nur unwesentlich in puncto Ermittlung und Verwendung.

Eine neulich vom Lawrence Berkeley National Laboratory durchgeführte Studie zum Energieverbrauch in Rechenzentren ergab einen durchschnittlichen PUE-Wert von 2,18. Ein ähnlicher Wert wurde auch von EYP mit folgender Zuordnung ermittelt:

Mission Critical Chart

 

Die drei PUE-Ebenen

Das Green Grid hat drei PUE-Ebenen festgelegt: Die grundlegende oder 1. Ebene, die mittlere oder 2. Ebene und die erweiterte oder 3. Ebene. Viele Branchenanalysten empfehlen, den IT-Stromverbrauch auf der mittleren bzw. 2. Ebene zu messen: der PDU-Ebene. Obwohl es stimmt, dass der Stromverbrauch auf der PDU-Ebene die zur Berechnung des PUE-Werts benötigte Kennzahl liefert, reicht diese Information nicht immer aus, um die besten Entscheidungen zugunsten einer höheren Effizienz zu treffen. Unabhängig von der PUE-Ebene, die Sie nutzen möchten, lautet die beste Methode, die Daten über einen „typischen“ Stromverbrauchszeitraum hinweg zu sammeln, um sicherzustellen, dass auch alle Verbrauchsspitzen und Schwachlastzeiten bei der Berechnung Ihres PUE-Werts berücksichtigt werden, damit Sie einen Grundwert festlegen und den Erfolg Ihrer Verbesserungsmaßnahmen nachvollziehen können.

Rack-PDU-Typen

  Ebene 1
Grundlegend
Ebene 2
Mittel
Ebene 3
Erweitert
Stromverbrauch der IT-Systeme gemessen an der/am: USV PDU Server
Gesamtstromverbrauch des Rechenzentrums gemessen am: Eingang der Stromversorgung im Rechenzentrum Eingang der Stromversorgung im Rechenzentrum abzüglich der gemeinsam genutzten Klimatisierungs-/Lüftungs-/Heizungssysteme Eingang der Stromversorgung im Rechenzentrum abzüglich der gemeinsam genutzten Klimatisierungs-/Lüftungs-/Heizungssyteme zzgl. aller Gebäude-, Beleuchtungs- und Sicherheitsanlagen
Kürzestes Messintervall Monatlich/wöchentlich Täglich Ständig

Quelle: Greengrid.org

Wozu gibt es eine erweiterte 3. PUE-Ebene?

Ein verbesserter (niedrigerer) PUE-Wert kann durchaus irreführend sein, denn er wird unter Umständen auch von nicht energieeffizienten IT-Geräten verursacht, deren Stromverbrauch den Faktor erhöht. Natürlich ist ein niedrigerer PUE-Wert allgemein besser als ein höherer Wert. Trotzdem kann es passieren, dass Sie Maßnahmen umsetzen, die zwar den Energieverbrauch in Ihrem Rechenzentrum reduzieren, aber gleichzeitig auch Ihren PUE-Wert erhöhen. Wenn Sie beispielsweise ältere, ineffizientere Server durch effizientere Server ersetzen, nicht mehr benötigte Server abschaffen, nachts ungenutzte Server vorübergehend abschalten oder Server virtualisieren, führt dies zwar unter dem Strich zu einem niedrigeren Energieverbrauch, aber rein rechnerisch auch zu einem höheren PUE-Wert. Die detaillierten IT-Lastdaten der 3. Ebene liefern Ihnen genau die granularen Informationen, die Sie benötigen, um Ihren Energieverbrauch nachhaltig zu reduzieren und nicht nur Ihren PUE-Messwert zu verbessern. Der PUE-Wert (und sein Gegenstück DCiE) gewinnen eindeutig eine wesentlich höhere Aussagekraft, sobald Sie die Leistung Ihrer IT-Syteme effizienter gestalten. Und genau dafür benötigen Sie die granularen Stromverbrauchsdaten für die erweiterte, 3. PUE-Messungsebene. Anschließend können Sie sich mit dem Faktor auseinandersetzen und ineffiziente Geräte aus Ihrer Infrastruktur verbannen.

Definition of Green Grid PUE Levels

 

Als Mitglied des Green Grid verfolgt Raritan das Ziel, die Energieeffizienz der Rechenzentren zu erhöhen und hat dafür bereits zahlreiche Lösungen entwickelt, die den IT-Administratoren und Rechenzentrumsverantwortlichen dabei helfen, ihre Systeme zu überwachen, Daten zu erfassen und Bereiche ausfindig zu machen, die Sie bei der Verbesserung Ihres PUE-Werts unterstützen.

Weitere Informationen zum Green Grid

Weitere Informationen zu den Raritan Energieverwaltungslösungen.

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