Rack-PDUs (PDU = Power Distribution Unit/Stromverteilungseinheit) werden im IT-Geräterack montiert und versorgen dort verschiedene IT-Geräte wie Server, Router, Firewalls usw. mit Strom. Heute sind PDUs in zahlreichen verschiedenen Konfigurationen erhältlich, die Sie bei der effektiven Energieverwaltung in Ihrem Rechenzentrum unterstützen. Hier beschreiben wir die vier Rack-PDU-Grundtypen und erläutern Ihnen deren Vor- und Nachteile.
Rack-PDU-Typen
- Basis-PDUs
- Zusammenfassung: Basis-PDUs sind Mehrfachanschlüsse zur Stromversorgung, die aus hochwertigen Komponenten für den Einsatz in geschäftsentscheidenden Umgebungen bestehen. In der Regel sorgen sie für die Bereitstellung der richtigen Spannung und Stromstärke für die verschiedenen Stromversorgungsanschlüsse.
- Vorteile: einfach strukturiert, preisgünstig, bewährte Technologie.
- Nachteile: geringer Ausstattungsgrad, lassen sich nicht auf jeder Stufe verwalten.
- Mess-PDUs
- Zusammenfassung: Bei Rack-Geräten wird der Stromverbrauch üblicherweise in Form des aktuellen Verbrauchs auf der PDU-Ebene gemessen und lokal angezeigt. Einige technisch besser ausgestattete Modelle verfügen über benutzerdefinierbare Alarmfunktionen und die Möglichkeit zum Fernzugriff auf die auf der PDU-Ebene gemessenen Daten über eine serielle oder Netzwerkschnittstelle.
- Vorteile: Möglichkeit zur Echtzeitüberwachung des aktuellen Stromverbrauchs auf der PDU-Ebene. Bei einigen Modellen können die IT-Mitarbeiter durch benutzerdefinierbare Alarmmeldungen automatisch und rechtzeitig vor drohenden Stromkreisüberlastungen gewarnt werden.
- Nachteile: Die meisten Modelle stellen diese Informationen nur lokal bereit, bieten jedoch keine Daten zur geschäftskritischen Umgebung und keine Überwachungs- oder Umschaltfunktionen für die Anschlussebene.
- Switch-PDUs
- Zusammenfassung: Switch-PDUs ermöglichen ein kontrolliertes Ein- und Ausschalten einzelner Steckdosen und eine Belastungsmessung (siehe Mess-PDUs im vorherigen Abschnitt) auf der PDU-Ebene. Damit können die Benutzer in der Regel Geräte per Fernzugriff aus- und wiedereinschalten, eine Einschaltreihenfolge und -verzögerung für die Geräte vorgeben und bestimmte Funktionen zur Verwaltung des Energieverbrauchs auf der Anschlussebene nutzen.
- Vorteile: Funktionen zum Ein- und Ausschalten von Geräten per Fernzugriff, Anschlussebenen-Switching und Vorgabe einer Einschaltreihenfolge und -verzögerung für die einzelnen Geräte
- Nachteile: Keine Möglichkeit zur Überwachung der Umgebungstemperatur und Luftfeuchtigkeit. Die bereitgestellten Informationen und unterstützten Funktionen sind begrenzt.
- Intelligente PDUs
- Zusammenfassung: Eine intelligente Rack-PDU lässt sich per Fernzugriff über einen Internetbrowser oder eine Befehlszeilenschnittstelle (CLI) steuern und überwachen. Sie misst den Stromverbrauch auf der PDU-Ebene und der jeweiligen Anschlussebene, unterstützt Alarmmeldungen, die auf benutzerdefinierten Schwellenwerten basieren, bietet Sicherheit in Form starker Passwörter, Authentifizierung, Autorisierung und Verschlüsselung sowie reichhaltige integrierte Funktionen zur Umgebungsverwaltung. Die Modelle müssen sich außerdem sehr stark individuell anpassen lassen, die neuesten standardbasierten Techniken der Branche wie SNMP TRAPs/SETs/GETs, IPMI und SMASH CLP unterstützen und eine nahtlose Integration in bestehende Unternehmensinfrastrukturen wie LDAP, Active Directory®, RADIUS und NFS-Server ermöglichen.
- Vorteile: Geräte auf dem neuesten Stand der Technik, die sich per Fernzugriff über einen Internetbrowser oder eine Befehlszeilenschnittstelle (CLI) steuern und überwachen lassen. Die Modelle bieten sämtliche Funktionen der Switch-PDUs (zum Ein- und Ausschalten von Geräten per Fernzugriff, Anschlussebenen-Switching und Vorgabe einer Einschaltreihenfolge und -verzögerung für die einzelnen Geräte) sowie Umgebungsdaten in Echtzeit, eine standardbasierte Verwaltung, Integration in vorhandene Verzeichnisserver, erweiterte Sicherheit und umfangreiche Anpassungsmöglichkeiten.
- Nachteile: Höhere Kosten im Vergleich zu Basis- und Mess-PDUs aufgrund ihrer erheblich umfangreicheren technischen Ausstattung.
Die Vorteile einer intelligenten Rack-PDU
Die intelligenten Raritan-PDUs vom Typ Dominion® PX ermöglichen eine Echtzeit-Überwachung des Stromverbrauchs auf der Anschluss- und PDU-Ebene, eine Umschaltung der einzelnen Stromversorgungsanschlüsse per Fernzugriff und die Überwachung der Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Rack. Sie helfen den IT-Administratoren und Einrichtungsverantwortlichen dabei, die Systemverfügbarkeit und Mitarbeiterproduktivität zu erhöhen, intelligentere Entscheidungen bei der Kapazitätsplanung zu treffen und die verfügbaren Energieressourcen effizient ausnutzen, um Strom und Geld zu sparen. Ihre Messfunktionen ermöglichen es Ihnen, Schritte zu unternehmen, die die Umweltfreundlichkeit Ihres Rechenzentrums erheblich verbessern.
- Erhöhen Sie Ihre Systemverfügbarkeit und Mitarbeiterproduktivität
- Überwachung des Stromverbrauchs auf der PDU-Ebene mit benutzerdefinierbaren Schwellenwerten und Alarmbenachrichtigungen per E-Mail oder SNMP. So werden die Verantwortlichen auf eventuelle Probleme hingewiesen, bevor Sie sich negativ auswirken können.
- Die Möglichkeit zum externen Neustart von Servern und IT-Geräten von jedem Ort der Welt über einen Internetbrowser erhöht die Systemverfügbarkeit und -produktivität.
- Nutzen Sie Ihre Energieressourcen effizient aus
- Benutzerdefinierbare Einschaltreihenfolgen und -verzögerungen verhindern, dass die Stromkreise durch gleichzeitiges Einschalten zu vieler IT-Geräte überlastet und die Sicherungen ausgelöst werden.
- Außerdem lassen sich einzelne Stromanschlüsse abschalten, wenn das Gerät nicht genutzt wird und bei Bedarf wieder zuschalten. Dadurch wird vermieden, dass ungenutzte Geräte einen bereits stark belasteten Stromkreis durch ihren Leerlaufbetrieb unnötig belasten und dabei die Sicherungen auslösen.
- Treffen Sie intelligentere Entscheidungen bei der Kapazitätsplanung
- Selbst wenn die Stromversorgungskapazität eines Rechenzentrums scheinbar ausgereizt ist, können Sie durch die Überwachungsmöglichkeit der Anschlussebene erkennen, wo sich der Strombedarf im Rack durch eine geringe und einfache Umstrukturierung bei den dort eingebauten IT-Geräten wieder ausgleichen lässt.
- Durch die Überwachung der PDU-Ebene können Sie einfach Schwellenwerte vorgeben, damit Sie genau wissen, wann Sie sich die Stromkreise ihrer Belastungsgrenze nähern. Durch die Überwachung der Anschlussebene können Sie jene Geräte ausfindig machen, die ersetzt oder anders konfiguriert werden müssen, damit Sie Ihren Sicherheitsbereich nicht überschreiten.
- Temperaturmessungs- und -umgebungsprofile sind wichtig, wenn ein Rechenzentrum umstrukturiert werden soll, da es dabei zu unerwarteten Temperaturänderungen kommen kann. So kommt es beispielsweise häufig vor, dass eine neue Klimaanlage in einem Serverraum installiert wird, die dort unerwartet für eine völlig andere Luftverteilung sorgt, durch die einige Geräte im Rack zwar besser, andere jedoch wesentlich schlechter als zuvor gekühlt werden.
- Sparen Sie Strom und Geld
- Wenn Sie die Funktion zur Überwachung der Anschlussebene zusammen mit der Trendanalyse verwenden, lässt sich jeder Server einzeln überwachen. Dadurch erkennen Sie, welche Server ständig mit 30 % ihrer Spitzenleistung laufen und dementsprechend für eine umgehende Virtualisierung oder Stilllegung in Frage kommen.
- Die Funktion zum externen Aus- und Wiedereinschalten von Geräten spart Geld, da die IT-Verantwortlichen abgestürzte oder beim Start hängen gebliebene Server und IT-Geräte damit einfach per Fernzugriff neu starten können, ohne sich persönlich zum betreffenden Gerät begeben zu müssen.
- Unternehmen Sie einen wichtigen Schritt, um die Umweltfreundlichkeit Ihres Rechenzentrums zu verbessern
Ein für Rechenzentren typischer Fehler ist die übermäßige Kühlung von IT-Geräten. Zwar stimmt es, dass eine unzureichende Kühlung die Lebensdauer von IT-Geräten nachhaltig verkürzen kann, aber genauso stimmt, dass eine übermäßige Kühlung ihre Lebensdauer nicht weiter verlängert, sondern allenfalls zu einer Energieverschwendung führt. Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensoren helfen den Leitern der Rechenzentren dabei, ihre Klimaanlagen- und Luftfeuchtigkeitseinstellungen zu optimieren und die Effizienz insgesamt zu steigern.