Mit KVM-Switches können Benutzer über eine einzelne Tastatur, einen Videomonitor und eine Maus auf mehrere IT-Geräte zugreifen. Mit Matrix-KVM-Switches können mehrere Benutzer über KVM-Konsolen eine Verbindung mit mehreren Geräten herstellen.
Historisch betrachtet geht der Bedarf an KVM-Switches mit der zunehmenden Verbreitung von Netzwerkservern einher. Firmen-LANs arbeiteten mit immer mehr Datei-, Mail-, Web- und Anwendungsservern, und die Verwaltung wurde immer komplizierter. Im Gegensatz zu PCs weisen Server zwar in der Regel keine eigenen KVM-Konsolen auf, müssen aber dennoch konfiguriert, gewartet, aktualisiert und von Zeit zu Zeit neu gestartet werden. Hier zeigt sich der Vorteil gemeinsam genutzter Konsolen: weniger Hardware, geringerer Platzbedarf und gesteigerte Mitarbeitereffizienz.
Vorteile von KVM-Switches
Durch den Einzel- oder Mehrbenutzerzugriff auf mehrere Server oder andere Zielgeräte bieten KVM-Switches Unternehmen jeder Größe die folgenden Vorteile:
Kostenreduzierung – KVM-Switches liefern ein unmittelbares Return-on-Investment durch Hardwareeinsparungen, da keine zusätzlichen Tastaturen, Videomonitore und Mäuse benötigt werden. Das schafft Platz und die an Stromversorgung und Kühlung gestellten Anforderungen werden gesenkt.
Verbesserte Geschäftskontinuität – KVM-Switches ermöglichen den „Out-of-Band“-Zugriff auf die Server und anderen IT-Geräte eines Unternehmens. Der Zugriff, die Verwaltung und die Steuerung der Server sind somit auch bei einem Ausfall des Firmennetzwerks selbst gewährleistet. Über einen KVM-Switch mit integrierter Stromzufuhrverwaltung kann auch von einem Remotestandort aus ein vollständiger Systemneustart durchgeführt werden.
Verbesserung der Sicherheit durch „Lights-out“-Betrieb – Dank der Fortschritte in der KVM-Technologie können sich Benutzer immer weiter von den angeschlossenen Geräten entfernen:
- Bei Einsatz der Paragon II II Cat5-Matrix-Switches von Raritan können sich Benutzer bis zu 300 m vom Rechenzentrum entfernt aufhalten.
- Bei den Switches der Dominion®-Serie (bzw. Paragon II in Verbindung mit IP-Reach™) wird durch Einsatz der KVM-über-IP Technologie (digitaler KVM-Switch) ein browsergestützter Zugriff ermöglicht. Die Benutzer können sich auf der anderen Straßenseite oder an einem beliebigen, weit entfernten Standort befinden oder auch eine beliebige IP-Adresse verwenden. Bei den verwendeten Authentifizierungs-, Autorisierungs- und Verschlüsselungstechnologien werden die notwendigen Sicherheitsaspekte berücksichtigt. Das Ergebnis: Systemadministratoren müssen weniger häufig persönlich im Rechenzentrum anwesend sein.
Verbesserung der Mitarbeiterproduktivität – Die virtuelle Reichweite des KVM-über-IP-Switches bringt einen weiteren Vorteil mit sich: Alle IT-Experten eines Unternehmens können jetzt von überall aus die Server verwalten und auf Vorfälle reagieren, egal, ob sie sich irgendwo im Gebäude, zu Hause oder in einem Multisite-Netzwerk befinden. Da die Mitarbeiter „virtuell“ zentralisiert sind, entfallen die Kosten für sonst erforderliche Anreisen. Für Managed Service Providers (MSPs) reduzieren sich die Servicekosten bei gleichzeitig zunehmender Servicequalität, da sich die Techniker nicht mehr direkt vor Ort befinden müssen.
Verkürzung der Reaktionszeit beim Auftreten von Vorfällen – Eine unternehmensweite, über das Web verfügbare KVM-Lösung kann dazu beitragen, die Reaktionszeit beim Auftreten von Vorfällen drastisch zu verkürzen, da die Administratoren von jedem beliebigen Standort aus reagieren können. Dies kann auch bei kleinen Unternehmen beträchtliche Vorteile mit sich bringen, wenn ein wichtiger Mitarbeiter über ein von einem Einzelbenutzer verwendetes IP-Gateway in das BIOS eines weit entfernt gelegenen Servers eingreifen kann.
Größere Unabhängigkeit von Hardwareplattformen und Betriebssystemen – KVM-Switches von Raritan sind für die unterschiedlichsten Serverumgebungen konzipiert. Sie sind nicht von der Hardware, der Datenbank oder dem Betriebssystem eines bestimmten Herstellers abhängig. Sie können somit in Umgebungen mit Servern unterschiedlicher Hersteller (z. B. HP, IBM® und Sun®) und verschiedenen Betriebssystemen (z. B. Solaris™, UNIX® oder Windows®) eingesetzt werden